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Vernetzte Kunstaktion zu Ehren des WassersDie HintergründeDie Verehrung von Quellen, Brunnen,
Bächen und Flüssen bildet schon in der vorgeschichtlichen Zeit ein
wichtiges Element des religiösen Lebens der Menschen. In Sagen und
Märchen und nie erloschenen alten Volksbräuchen hat sich eine lebendige
Erinnerung daran erhalten. Viele Wallfahrtsorte sind mit heilkräftigen,
heiligen Quellen verbunden und zu Ostern wird nach wie vor an
natürlichen Quellen vor Sonnenaufgang Osterwasser geschöpft und auch in
Kirchen wird Wasser zu Ostern gesegnet. Die OsterbrunnenDas Schmücken der Osterbrunnen in
der Fränkischen Schweiz ist ein sichtbarer Ausdruck für die Ehrung des
Wassers und bringt auch die Freude am Frühling zum Ausdruck. Die
Fränkische Schweiz ist als Karstgebiet auf der Hochebene eine sehr
wasserarme Gegend. Vor der heutigen, so selbstverständlichen zentralen
Wasserversorgung wurden Brunnen und Zisternen (Hülen) angelegt um der
Wasserarmut entgegen zu wirken. Von dort musste mit großen ‚Butten’,
die am Rücken getragen wurden, Wasser z.T. aus den Quellen im Tal nach
oben getragen werden. Ganz selbstverständlich hielt man diese Brunnen
und Quellen sauber und nach der Schneeschmelze gab es immer eine
besonders große Säuberungsaktion. Danach wurden die Quellen und Brunnen
geschmückt. Dieser Brauch ist die Inspiration für diese Aktion. Am Ostersamstag werden die Brunnen
als Osterbrunnen mit einzelnen oder zu Büscheln gebunden Papierbändern,
sog. ‚Pensala’ geschmückt. Girlanden aus Fichtenzweigen oder
Weidenruten werden um Brunnentröge gewunden oder zu Gerüsten und Kronen
geflochten, daran werden die bemalten Eier befestigt. In manchen
Ortschaften ziert zusätzlich echter Blumenschmuck die Brunnen. Für das
Fegen und Putzen ist jeweils eine Gruppe aus dem Ort zuständig. Das
Schmücken der Osterbrunnen läutet den Beginn der farbenfrohen und
warmen Jahreszeit ein. Von Ostersamstag bis Weißen Sonntag,
oft bis Christi Himmelfahrt sind die geschmückten Quellen und Brunnen
ein Sinnbild für neues Leben und für den christlichen Glauben an die
Auferstehung. |
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